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Nach Autor gefiltert: Eva Klaehn, Garmisch-Partenkirchner Tagblatt     Alle Artikel anzeigen

Überläufer von der CSU

Die Bombe ist geplatzt: Andreas Augscheller wechselt von der CSU zur PWG. Er will versuchen, für die Parteilose Wählergemeinschaft, die nur vier Kandidaten ins Rennen schickt, erneut in den Grainauer Gemeinderat einzuziehen.

Grainau – Jetzt hat auch das Zugspitzdorf seine Politik-Affäre á la Peppi Braun in Garmisch-Partenkirchen: Doch statt wie Braun von den Freien Wählern zu den Grünen zu wechseln, ging Andreas Augscheller sozusagen den anderen Weg und wechselte zur Parteilosen Wählergemeinschaft (PWG). „Ich habe mich bei der CSU schon länger nicht mehr wohl gefühlt“, sagt er. Der Abgang von Tourismus-Direktor Andreas Lechner im Sommer 2019 habe ihm dann endgültig bewiesen, dass zwischen ihm und den Schwarzen das Tischtuch zerschnitten ist. „Wie man einen so fähigen Menschen mit guten Ideen gehen lassen kann, ist unverzeihlich.“

Für Grainau einsetzen will er sich weiterhin – ab sofort eben bei seiner neuen politischen Heimat. „Da hat die Chemie gleich gestimmt.“ Infrastruktur und Tourismus sind die Schwerpunkte, die Augscheller auch in Zukunft am Herzen liegen. Im Moment werde da zu viel über einen Kamm geschert; man müsse doch zwischen Tages- und Übernachtungsgästen unterscheiden und den Rotstift nicht immer gleich bei der Kultur ansetzen. „Wir haben so viele Chancen gehabt in den letzten sechs Jahren – und verschenkt.“ Durch das ehemalige Hotel Hirth und die leer stehende Hubervilla beispielsweise würden Touristen bereits am Ortseingang richtiggehend abgeschreckt: „Wir haben doch die Investoren teilweise richtig vertrieben.“

Jetzt freut sich der 51-jährige Versicherungskaufmann darauf, den drei „Neulingen“ zur Seite zu stehen. Da wäre auf Listenplatz eins Christoph Elsner, der seit 2018 mit viel Elan den Sportclub Eibsee-Grainau leitet und dort bereits sein Verhandlungsgeschick bewiesen hat. In den vergangenen Monaten durfte er als Nachrücker für Dr. Michael Pach Gemeinderats-Luft schnuppern: „Das hat mir gut gefallen“, sagt der IT-Abteilungsleiter bei der Bayerischen Zugspitzbahn. „Da würde ich gerne noch mehr in Gang bringen.“ Elsners drei Jahre älterer Bruder Stefan arbeitet als Seilbahnschaffner ebenfalls bei der BZB und möchte das Dorf wieder beleben. Sport und Naturschutz sind ihm wichtig, aber auch eine gute Infrastruktur für die Jugend. Gern würde er zum Beispiel den Nachtbus zurückholen: „Du musst dich ja mittlerweile sogar ums Taxi schlagen.“ Doch möchte die PWG nicht nur mit Jugend glänzen. Während andere Parteien teils händeringend nach weiblichen Kandidaten suchen mussten, hat sich Apothekerin Alena Stühler (28) sofort zur Kandidatur bereit erklärt. Sie bekommt in ihrem Geschäft täglich mit, was den Touristen fehlt. „Es ist ja nichts mehr los in Grainau. Leute, die jahrelang kommen, beschweren sich, dass die Geschäfte dichtmachen, dass die Angebote immer weniger werden. Da muss jetzt mal was passieren!“ Altbürgermeister und PWG-Urgestein Peter Schuster (82) hofft auf die Innovationskraft der vier Kandidaten: „Eine kleine Liste, die Großes bewirken kann.“

Die PWG-Kandidaten

1. Christoph Elsner (28), IT-Abteilungsleiter 2. Alena Stühler (28), Apotheken-Inhaberin 3. Andreas Augscheller (51), Versicherungskaufmann 4. Stefan Elsner (31), Seilbahnschaffner

Das Stichwort lautet: Erhalten


Die mögliche neue Kandidatin Alena Stühler (r.) zusammen mit (v.l.) dem PWG-Vorsitzenden Hubert Stühler, dem Zweiten Bürgermeister David Schwinghammer, Gemeinderat Christoph Elsner und Gemeinderätin Barbara Ostler. Foto: klaehn

Grainau – „Ein Zweiparteiensystem ist grundsätzlich schlecht“, betont der Heimatforscher und ehemalige Gemeinderat Peter Schwarz. „Eine dritte Partei ist der Idealfall, das ist ganz wichtig für den Ort“, beurteilt Altbürgermeister Peter Schuster die Situation. Und: „Das Stichwort muss sein: Erhalten!“ Gemeint ist damit der Erhalt der Grainauer Parteilosen Wählergemeinschaft (PWG), die neben der CSU und den Bürgern von Grainau (BfG) dritte Gruppierung im Ort, die zur Zeit um neue Mitglieder wirbt.

Bei der Gründungsversammlung der PWG im Jahre 1946 waren es 176 Mitglieder. Am Montag fanden sich keine 20 mehr im Restaurant Spatzenhäusl zusammen, um über die Zukunft zu sprechen. Prompt überzeugt die ehrliche Diskussion dann doch einen Interessierten, Mitglied zu werden. Für die Freien in Grainau ein weiterer Grund, die Motivation hoch zu halten, denn in den vergangenen Jahren ist das Vereinsleben ziemlich zum Erliegen gekommen.

Die Luft war raus. Persönliche Gründe werden angegeben – Gemeinderat Dr. Michael Pach verabschiedete sich in eine Sabbatical-Auszeit. Dabei vertreten die Freien Wähler ohne Fraktionszwang eine dringend benötigte Mittlerposition im Rathaus, sagt der Vorsitzende Hubert Stühler. Sie können Themen auch mal ganz unkonventionell beleuchten und öffnen so Perspektiven, die ohne sie im klassischen Parteien-Schwarzweiß untergehen würden.

„Eingebracht haben wir uns eigentlich recht gut“, lautet das Resümee von David Schwinghammer. Als Zweiter Bürgermeister möchte sich der Polizeibeamte jedoch nicht noch einmal zur Verfügung stellen. Ihn fordert vor allem die berufliche Weiterentwicklung. Gewisse Diskrepanzen in Grainaus Kommunalpolitik machen ihm zu schaffen. „Die Zusammenarbeit funktioniert so nicht.“

Doch auch ohne Schwinghammer wollen die Parteilosen Wähler bei der Kommunalwahl am 15. März noch einmal angreifen: Tatsächlich sind fünf mögliche Kandidaten im Gespräch. Am Montag, 20. Januar, um 20 Uhr trifft man sich zur Aufstellungsversammlung, erneut im „Spatzenhäusl“. Dazu sind auch Interessenten eingeladen, die sich einbringen wollen. Es müssen ja nicht gleich wieder 176 sein.

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